ALTERNATIVE VERANSTALTUNGSFORMATE

IN KAFFEEHAUSATMOSPHÄRE ZU MEHR WISSEN? BUSINESSVERANSTALTUNGEN UND KONGRESSORGANISATION MODERN GEDACHT.

Wenn Sie „World Café“ hören, denken Sie in erster Linie an einen kräftigen Espresso oder cremigen Cappuccino? Dann sollten Sie jetzt auf jeden Fall weiterlesen - vor allem dann, wenn Sie selbst für Meeting- und Kongressorganisation zuständig sind!

Das steckt wirklich dahinter

Ja, beim World Café geht es schon um eine angenehme Kaffeehausatmosphäre - aber nur in weiterem Sinne. Im Kern handelt es sich um ein alternatives Veranstaltungsformat für Konferenzen, Tagungen oder größere Seminare, bei dem der Austausch und die gemeinsame Wissensgenerierung in angenehmen Rahmen im Mittelpunkt stehen.

World Café: ein Dialog, der Wissen vernetzt und neues Denken fördert

Die Methode World Café basiert auf der zentralen Bedeutung des Gesprächs zwischen Menschen. Durch Gespräche wird gelernt, unterschiedliche Blickwinkel auf Fragestellungen und Probleme werden erkannt und Netze von Verbindungen geknüpft – es entsteht Wissen.

So starten Sie mit dem World Café

Und so geht’s: An kleinen Tischen – bewährt haben sich Stehtische, das ist dynamischer! - findet sich eine Gruppe von bis zu fünf TeilnehmerInnen zusammen, die über eine klar definiertes Leitthema und davon abgeleitete Fragen oder Problemstellungen diskutieren, Vorschläge zur Lösung einbringen bzw. Pros und Contras abwägen.

Sie benötigen also mehrere Tische – die Anzahl bestimmt dabei die Größe Ihrer Teilnehmergruppe. Dann braucht es noch Stifte und Papier („Tischdecken“) – die wichtigsten Diskussionsergebnisse wollen ja auch festgehalten und abschließend in einer Ergebnisgalerie ausgestellt werden.

Ein/e ModeratorIn, oder besser: GastgeberIn, präzisiert an jedem Tisch die Fragestellung(en), den Ablauf sowie die Regeln und Verhaltensweisen für ein gutes Funktionieren des World Cafés. Und schon geht es los mit der ersten Diskussionsrunde. Die dauert, je nach Komplexität der zu behandelnden Frage, zwischen 15 und 45 Minuten. Die Diskussionsergebnisse werden von den TeilnehmerInnen auf den „Tischdecken“ schriftlich festgehalten.

Nach Ablauf der ersten Runde werden die Tische nach Belieben gewechselt. Der/die Moderator/in bzw. Gastgeber/in bleibt am Tisch, führt die „Neuen“ ein und beschreibt die Ergebnisse und Ansatzpunkte der „Alten“. Die „Neuen“ können ebenfalls berichten, was bisher erarbeitet wurd, um mögliche Schnittstellen aufzugreifen. Und da sind wir auch schon beim wichtigsten Punkt: Gewonnene Erkenntnisse werden von Tisch zu Tisch weiter getragen. Dadurch entstehen immer neue Blickwinkel auf das Leitthema und die Fragstellungen. Erkenntnisse zwischen den TeilnehmerInnen, Diskussionsrunden und Tischen werden verknüpft und unterschiedliche Diskussionen angeregt. Runde für Runde. Bis das World Café nach zumindest drei Runden beendet ist.

Auch der Abschluss zählt

Besonders wichtig ist, dass Sie hier nicht stoppen, denn auch die Ergebnispräsentation und –sicherung sind essentiell! Die gesammelten Ideen und Ergebnisse der einzelnen Tische werden am besten in einer Art Ergebnisgalerie für alle TeilnehmerInnen dargestellt. Denn zentral für das Gelingen des World Cafés ist der auf die Diskussionen folgende abschließende Diskurs und Austausch! Und genauso relevant: Eine Bewertung der TeilnehmerInnen zu den Lösungsansätzen – am besten per Punktevergabe. Und schon haben Sie ein verwertbares, konzentriertes Ergebnis: Nämlich eine hohe Anzahl an kreativen und innovativen Lösungsmöglichkeiten, eine priorisierte Liste an Lösungsstrategien mit Handlungsoptionen oder Evaluationen.

Wann und wie können Sie das World Café einsetzen?

Durchführbar ist dieses Format bei unterschiedlichen Veranstaltungen als konzeptioneller Bestandteil oder auch als eigenes Veranstaltungsformat. Wichtig ist immer, dass der TeilnehmerInnenkreis möglichst heterogen zusammengesetzt ist – denn damit steht und fällt die Erreichung des Veranstaltungsziels: Möglichst viele Perspektiven, Erfahrungen, Sichtweisen zu einem Thema einzufangen und bei der Erarbeitung einer Problemstellung zu berücksichtigen. D.h., dass schon bei der Zusammensetzung des Teilnehmerkreises an das Ziel der Veranstaltung gedacht werden sollte. Besonders wichtig ist die Qualität der Fragestellungen, denn sie entscheiden wesentlich den Erfolg des World Cafés mit!

Der Beitrag hat Ihnen gefallen? Nächste Woche geht unsere Kurzserie „Businessveranstaltungen modern gedacht“ weiter…

 

 

 

 

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